Die Dreifachsporthalle an der Erler Straße bekommt eine neue Lüftung und eine neue Deckenverkleidung. Allerdings soll die Verwaltung nach kostengünstigen Alternativen suchen.
Finden sich keine passenden Angebote, ist auch ein Verzicht nicht ausgeschlossen. So beschlossen es die Mitglieder des Betriebsausschusses.
Nur machen, „was zwingend nötig ist“, forderte Doris Schiewer (SPD). Mike Rexforth stellte für die Gemeinde klar: Das sei im Grunde alles von der Verwaltung Vorgeschlagene, mit Ausnahme der Heizung. „Fällt die Lüftung aus, ist die Halle zu schließen.“ Das wollte aber keine der Fraktionen.
Viele Nachfragen bezogen sich auf die Heizungsanlage.Die Verwaltung hatte in ihrer Vorlage Formulierungen gewählt, die der Politik zu vage waren. Hier einigte sich der Ausschuss mehrheitlich, dass die Gemeinde nochmals planen und die Wirtschaftlichkeit berechnen sollte, inwieweit die Heizanlage in der Gesamtschule für die Halle ausreiche. Auch zur 2008 gelegten Wärmeleitung soll sie weitere Informationen nachliefern.
Pflichtaufgabe der KommuneDie Fraktion BfB hatte mit ihrem Vorschlag, Halle und Hallenbad in einem Gesamtkonzept gemeinsam zu betrachten, keine Chance. Christian Hötting (CDU) referierte hierzu die Sicht der Verwaltung: Die Halle sei wegen des Schulsports als Pflichtaufgabe der Kommune zu sehen. Hier werde es bei Investitionen der Gemeinde mit der Aufsicht (Kreis Wesel) wohl keine Probleme geben, erwarte die Verwaltung. Das Hallenbad sei dagegen als freiwillige Leistung zu behandeln.
Einstimmig folgte der Ausschuss dem Vorschlag von Egon Unterberg (USWG), die Zukunft der örtlichen Sporthallen künftig in Gänze zu betrachten.
Ebenfalls mit Mehrheit brachte die Politik das von der CDU angeregte Spielplatzkonzept auf den Weg: „Es ist wichtig, das Thema anzusprechen“, warb Hötting, um „die wenigen Mittel sinnvoll einzusetzen“. Der Antrag sei als „Einstieg in eine Diskussion“ zu verstehen. Die Fraktionen werden sich - begleitet von der Verwaltung - weiter mit dem Thema befassen.
Thema Schlaglöcher: Die Gemeinde kümmere sich um die Verkehrssicherheit, „mehr auch nicht“, betonte Günter Gätzschmann, technischer Leiter des Kommunalbetriebs. Die von BfB in den Raum gestellten Zahlen korrigierte er: 14 500 Euro blieben bei Unterhaltungsarbeiten übrig. Da es hierfür keine zwingende Verwendung gab, sei die Summe eingespart worden, ergänzte Rexforth. „Die Ansätze werden geringer werden“, stellte er hierzu klar. Eine Prioritätenliste für reparaturbedürftige Strecken sei generell sinnvoll, aber zwingender Bedarf erstmal nicht zu sehen.
WAZ, 28.01.2011, Andreas Rentel