Schermbecks Fanbase gibt Gas
Sorgen in der Halle an der Erler Straße seit Saisonbeginn für prima Stimmung: die »Fanbase Linke Außenbahn«. (Foto: Pieper)SCHERMBECK Sie haben sich kaum gegründet, da haben sie schon eine ganz harte Zeit vor sich: Bis die „Fanbase Linke Außenbahn“ wieder bei einem Heimspiel der Verbandsliga-Herren des SV Schermbeck für Stimmung sorgen kann, müssen ihre Mitglieder bis zum 21. Januar 2012 warten.
Erst dann werden die SVS-Herren nämlich wieder in ihrer Heimhalle an der Erler Straße auflaufen können, die wegen Renovierungsarbeiten geschlossen wird. Acht Mal hintereinander werden die Schermbecker bis dahin auswärts antreten. Doch die Mannschaft muss sich keine Sorgen machen – die Fanbase wird auch bei diesen Spielen dabei sein.
Viele Jugendliche„Natürlich werden es dann nicht ganz so viele sein“, sagt Rene Kemper, eines der Gründungsmitglieder. Denn die meisten der mittlerweile rund 50 Mitglieder sind noch minderjährig und deswegen auf Fahrer angewiesen, die sie zu den Auswärtsspielen bringen. „Wenn ich Zeit habe, packe ich das Auto voll. Andere fahren auch, zehn Leute sind wir auswärts immer“, erklärt Rene Kemper, der auch die zweite Damenmannschaft des SVS trainiert.
An den ersten „Auftritt“ der Fangruppe kann er sich noch gut erinnern: „Das war beim ersten Oberligaspiel unserer weiblichen B-Jugend. Burkhard Bell hatte damals einige Trommeln besorgt. Wir waren nur ein paar Mann, aber wir haben gestaunt, wieviel Stimmung man so machen kann.“ Nach dem Spiel der B-Jugend blieb die Base (englisch: Basis) gleich im Einsatz und feuerte auch die erste Herrenmannschaft an; der Grundstein war gelegt.
Übers Internet suchten die neuen Stimmungsmacher bei Facebook Gleichgesinnte – und wurden fündig. Über 50 Mitglieder umfasst die dortige Fanbase-Gruppe, bei den bisherigen Heimspielen des SVS waren stets mindestens 30 von ihnen in der Halle und trieben ihr Team nach vorn.
Spieler freuen sichSpieler und Trainer freuen sich über die Unterstützung. „Trainer Michael Nölscher hat uns nach dem ersten Spiel spontan eine Kiste Bier spendiert“, freut sich Rene Kemper über die Anerkennung. Mittlerweile gibt es die Freigetränke regelmäßig und zuletzt legte ein spendabler Zuschauer sogar noch eine Kiste obendrauf.
Der anstehenden Bewährungsprobe mit drei Monaten ohne Heimspiel sieht Rene Kemper gelassen entgegen: „Das werden wir schon überstehen, und danach, ab dem 21. Januar, da geben wir wieder Gas!“
Dorstener Zeitung, von Andreas Leistner