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HANDBALL FERIENCAMP DES SV SCHERMBECK |
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Donnerstag, 09. Oktober 2008 um 16:29 |
Kleine Tore und große Ziele Rund
60 Kinder und Jugendliche erleben eine Woche lang Handball pur. Ganz
nebenbei wird ein Kurs in Kommunikation und gesunder Ernährung geboten.
Und Ex-Profi Mark Dragunski besucht die Kids
Es hat
Tradition, dass Schermbecker Feriencamp der Handballer. Rund 60 Kids
und Jugendliche genießen eine Woche Handball pur. Möglich macht es das
Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer und Sponsoren. Macher und
Gestalter sind in erster Linie die Jugendleiterin Yvonne Labendz und
Trainer Burkhard Bell, der gemeinsam mit seinen Trainerkollegen aus den
einzelnen Jugendmannschaften das pädagogische Konzept entwickelt hat
und die Umsetzung verfolgt. Und das was den Kids geboten wird, ist
erste Klasse und zeitgenössisches Leistungstraining. Neben vielen
Tricks am Ball und intensiver Konditionsarbeit, die spielerisch
erledigt wird, stehen auch Kommunikation und Verbesserung der
Wahrnehmung auf dem Programm. Yvonne Labendz hat den Job der
Jugendleiterin von ihrer Mutter quasi geerbt und kümmert sich intensiv
um das leibliche Wohl der Kids. "Wir achten ganz gezielt auf eine
gesunde Ernährung. Bei uns gibt es ganz viel Rohkost, Obst und Gemüse.
Die Kinder sollen spielerisch den Zusammenhang zwischen Leistungssport
und gesunder Ernährung erkennen", verrät die 28-jährige Handballerin
aus Leidenschaft ihren ganzheitlichen Ansatz des Camps. Einer, der ganz
genau weiß, was im Handball angesagt ist, war beeindruckt: Mark
Dragunski, Handball-Legende des Bundesligisten TuSEM Essen stattete dem
Schermbecker Nachwuchs am Mittwoch einen Besuch ab. "Hier wird ein
toller Job gemacht. Das hat Profi-Charakter, vor allem das Training
außerhalb des Platzes beeindruckt mich. Ein Spieler, der nicht
kommuniziert ist schnell weg vom Fenster. Toll, dass hier spielerisch
soziale Kompetenz verbessert wird", lobte Dragunski die Schermbecker
Aktion und die pädagogischen Ansätze. Wie wichtig auch einem
Bundesligaverein die Nachwuchspflege in der Breite des Vereinsgeschehen
ist, beweist die Tatsache, dass Dragunski quasi im Hauptberuf als eine
Art Handball-Botschafter des Essener Bundesliga-Clubs unterwegs ist.
Der 2,14-Hüne stellte sich dann auch den Fragen der Kids und antwortete
dabei erstaunlich offen. "Ich war so schlecht, dass mich keine Auswahl
wollte. Ich habe dann sofort in der Nationalmannschaft gespielt und
zwar als Kreisläufer. Trotz meiner Schuhgröße 52 bin ich nur selten im
Kreis gestanden", räumte Mark Dragunski freimütig ein. Auch vom Glück,
seine Laufbahn ohne schwere Verletzungen überstanden zu haben, gestand
der Veteran ein. "Greift nie von hinten in den Wurfarm. Das kann das
Ende einer Laufbahn sein", mahnte der Könner und verteilte dann
Geschenke aus dem TuSEM-Fanshop. Für jeden Teilnehmer gab es ein
Fan-T-Shirt und für die Bundesliga-Partie der Essener gegen Minden am
25. Oktober bekam jeder ein Freikarte. Obligatorisch, dass Autogramme
reißenden Absatz fanden. "Wir sind schon stolz darauf, dass wir mit
Hilfe der Verbandssparkasse dieses Ding hier fest installieren konnten.
Das macht allen Spaß und bringt den Kindern auf allen Ebenen eine ganze
Menge", ist sich Burkhard Bell sicher, auf den schon am kommenden
Sonntag die nächste Herausforderung wartet. Mit dem 34. Volksbank-Cup
wartet ein Sonntag mit spannenden Begegnungen auf die Schermbecker
Fangemeinde. Handball lebt und wird in Schermbeck gelebt. Eine tolle
Eigenschaft dieser Sport-Gemeinde. WAZ Dorsten, 03.10.2008, Von Jo Gernoth
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