Verbandsliga Herren SV Schermbeck - TV Vorst 31:31 (17:18) Ein Handballspiel mit hohem Gänsehaut-Faktor: Das Aufeinandertreffen der Vorster Torfabrik und der „Festung” SV Schermbeck, der besten Abwehr der Verbandsliga endete unentschieden. Das 31:31 war bis zur letzten Sekunde spannend. „Wir haben eigentlich einen Punkt verschenkt. Aber ich bin zufrieden mit dem, was meine Jungs geboten haben,” erklärte ein stolzer Trainer Burkhard Bell, der kurz vor dieser Begegnung seinen Vertrag mit dem SVS verlängert hatte. Dieser Vertrauensbeweis des Vereins war dann sicher auch so etwas wie Rückenwind und Turbolader für die Schermbecker Mannschaft. Mit einem atemberaubenden Tempo entwickelte sich dieses Spiel mit insgesamt 62 Toren in 60 Minuten Spielzeit. Dabei gelang es keiner Mannschaft, sich nachhaltig abzusetzen. Zwischen dem TV Vorst und dem SV Schermbeck gab es in dieser Partie allerdings einen großen Unterschied: Bei den Schermbeckern waren es vier Spieler mit mindestens fünf Treffern und bei den Gästen warfen zwei Akteure zusammen 20 Tore. Das waren wie von Burkhard bereits im Vorfeld der Begegnung befürchtet Thorsten Zimmermann und der Neuzugang Andreas Bröxkes. Beide waren nicht zu bremsen und die Würfe mit der linken Hand stellten sowohl Niklas Bell als auch Philipp Busjan vor eine unlösbare Aufgabe. Auch Philipp Speckamp, der zwischenzeitlich Andreas Bröxkes bewachte, verzweifelte an dieser Aufgabe. Im Gegenzug war es auf der Schermbecker Seite Sebastian Seibel, der sich zum Mann des Tages mauserte: Acht Tore erzielte der athletische Aufbauspieler und glänzte dabei mit artistischem Können. Sein Treffer zum 20:19, quasi im Flug verwandelt, wäre das Tor des Monats wenn es diesen Wettbewerb der Verbandsliga gäbe. Ebenso trickreich und beinhart präsentierte sich Michael Nölscher, der einmal mehr zeigte, dass er die Qualitäten hat, die ein Leitwolf eines Teams braucht: Konzentrationsvermögen und eine uneigennützige Spielart. Nölscher ist der Mann, der Signale setzt, der im Moment als der SVS mit zwei Toren hinten liegt, den Anschlusstreffer gegen drei Vorster Abwehrleute erzwingt. Am Ende reichte es nur zu einem Punkt. Bemüht man den Konjunktiv als achten Schermbecker Spieler, dann hätten die drei vergebenen Siebenmeter der Sieg sein können. Oder es könnten auch die drei überhasteten Tempo-Gegenstöße gewesen sein. Die Handballfreunde, die dieses Spiel sehen durften, die haben im Hier und Jetzt einen SV Schermbeck gesehen, der im zweiten Jahr der Verbandsliga an der Tabellenspitze mitspielt. Und zwar richtig gut. WAZ Dorsten, 24.01.2010, Felix Hoffmann SVS: Niklas Bell, Busjan, Christopher Seibel, Sebastian Seibel (8), Kuhn (1), Robert (4/2), Speckamp, Kerbstadt, Hinz (1), Nölscher (5), Frederik Bell (6), Felisiak (3), Timmermann, von Berg (1).
Landesliga Damen Turnverein Biefang - SV Schermbeck 24:16 Eine weitere Niederlage haben die Schermbecker Handballerinnen beim TV Biefang einstecken müssen. Sie fiel mit acht Toren Differenz auch wieder sehr deftig aus. Das Problem der Schermbeckerinnen war einmal mehr, dass sie die gute Leistung aus den ersten 30 Minuten in der zweiten Halbzeit nicht fortsetzten. Es sah nämlich lange nicht nach so einem klaren Resultat aus. Die abstiegsbedrohten SVS-Frauen glichen nach einer Viertelstunde sogar zum 6:6. aus. Mit vier Toren in Folge zum 14:8 legte Biefang dann aber den Grundstein zum Sieg. Mit einem 10:14 gingen die Gäste in den zweiten Durchgang. „Vier Tore sind im Handball sicher nicht viel, aber wir sind momentan noch nicht fähig, so etwas aufzuholen“, erkannte Trainer Arno Bisdorf. Immerhin gelang den Schermbeckerinnen noch das 13:15 in der 37. Minute. Doch dann häuften sich die technischen Fehler und Ballverluste. Das machte es dem TV Biefang sehr einfach, das Ergebnis klar zu gestalten. So kommen nun ganz schwere Wochen auf den SV Schermbeck zu, in denen hart gearbeitet werden muss. Dorstener Zeitung SVS: Alfers, Hebing (3), Felisiak, Franke (3), Caroline Heidermann (4/3), Lena Heidermann, Brühan (3), Keller (1), Bisdorf (2), Miriam Kock, Sarah Kock, Besten, Becker.