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„Das Team hat noch Potenzial“ |
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Mittwoch, 31. August 2011 um 08:35 |

Foto: SV Schermbeck
Schermbeck. Michael Nölscher heißt der Nachfolger des legendären Schermbecker Trainers Burkhard Bell im Amt des Trainers der Verbandsligamannschaft. Der 31-jährige Vollblutsportler weiß, dass er in große Fußstapfen seines Vorgängers tritt. Allerdings: Als Spieler wie als Trainer ist Nölscher ein Mann der Tat und nur an Taten will sich der ehemalige Regionalligaspieler messen lassen. Dabei wird der neue Mann in Schermbeck auf den achten Spieler, nämlich das tolle Publikum lange verzichten müssen. „Mein Job fängt natürlich mit einem Paukenschlag an. Das wir mit der nicht bespielbaren Halle an der Erler Straße ein großes Problem haben, leuchtet ein. Das wir vom 22. Oktober bis zum 21. Januar sieben Mal hintereinander Auswärts antreten, ist kein Vergnügen. Andererseits müssen wir überall mithalten können und in der Hinrunde wurde noch nie der Meister gekürt“, sagt Nölscher, der mit seiner Arbeit im Juni begonnen hat.
Dabei geht der ehemalige Leitwolf der Schermbecker Mannschaft seinen eigenen Weg. „Ich sehe sehr viel Potenzial in der Abwehr. Ich habe am Sonntag 6:0-Abwehr gegen SW Essen spielen lassen und das was ich gesehen habe, hat mir gefallen. Ich habe Glück, dass die Mannschaft zusammen geblieben ist und sich mit den beiden Spielern Fabian Klein vom Verbandsligisten HSG Mülheim/Oberhausen und Patrick Janduda vom Oberligisten MTV Rheinwacht Dinslaken sogar noch eine Verstärkung gegeben hat. Mit einem Altersdurchschnitt von 25 Jahren hat die Mannschaft noch sehr viel Potenzial, das noch nicht ans Tageslicht gefördert wurde. Ich will das Team nach vorne bringen“, sagt Nölscher. Dabei dürfte der Erfolg des Nölscher-Teams wohl ganz wesentlich von der Gesundheit der Spieler abhängen. In der vergangenen Saison hatte das Verletzungspech die gesamte Hinrunde des Verbandsligisten auf den Kopf gestellt.
Michael Nölscher legt deshalb großen Wert darauf, seine Jungs spielerisch fit zu machen. Die stumpfe Konditionsbolzerei ist seine Sache nicht. „Mit Waldlauf gewinne ich keine Spiele. Fitness ist Grundvoraussetzung im modernen Handball. Dafür sorgen wir vor dem eigentlichen Training. Handball und Spielsysteme sind wichtig“, sagt Nölscher. Natürlich hat sich Michael Nölscher im Vorfeld seiner neuen Aufgabe Gedanken darüber gemacht, wie seine neue Rolle von einer Mannschaft getragen wird, deren Spielermehrheit noch nie einen anderen Trainer als Burkhard Bell hatte. „Das Team zieht voll mit. Akzeptanzprobleme gibt es nicht und meine Jungs sind einfach klasse“, sagt Michael Nölscher, der sich übrigens nicht nur als Handballer in Schermbeck wohlfühlt. Eine seiner ersten Amtshandlungen nach dem Umzug war der Eintritt in die Altschermbecker Kiliangilde, in der Nölscher nun aktiv ist. Den fünften Tabellenplatz peilt Michael Nölscher als Saisonziel an und langfristig muss nach seiner Ansicht die Verbandsliga längst nicht das Ende der Fahnenstange sein. WAZ Dorsten, 23.08.2011, Jo Gernoth
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