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Burkhard Bell bringt den SVS in die Verbandsliga |
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SCHERMBECK Burkhard Bell hat seinem Ruf als Meistermacher erneut alle Ehre gemacht. Mit dem 31:23 über den MTV Dinslaken 2 haben seine SVS-Handballer den zweiten Titel in Folge geholt und sind in die Verbandsliga aufgestiegen.
Landesliga 3 Niederrhein SVS - MTV Dinslaken 2 31:23 (14:13)
Die Art und Weise, wie das Team und die Schermbecker Zuschauer den Sieg feierten, war schon bezeichnend für das Verhältnis zwischen Coach und Team. Alle Spieler drückten und herzten Burkhard Bell, als habe er in letzter Sekunde das entscheidende Tor geworfen. Die Spieler ließen es sich auch nicht nehmen, ihren Trainer nach einer ausgiebigen Sektdusche auf den Schultern zu tragen, sicher kein leichtes Unterfangen nach 60 Minuten Handball.
Nervliche Belastung
Vor weit mehr als 300 Zuschauern brauchte das junge Team am Samstag einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Den Gastgebern war die Spannung und die nervliche Belastung deutlich anzumerken. Der Tabellendritte war zwar nur mit zwei Ersatzspielern und einem Reservekeeper angereist, wollte aber nicht die Statistenrolle bei der Meisterschaftsvergabe übernehmen.
Frederik Bells 1:0 war für lange Zeit die einzige Führung des Spitzenreiters. In der Schermbecker Deckung taten sich zu oft Lücken auf, während im Angriff der letzte Feinschliff fehlte. Auch das 11:9 (24.) brachte noch keine Ruhe ins Spiel, sodass die 14:13-Pausenführung noch wenig Aussagekraft hatte.
Schnelle Kombinationen
Burkhard Bell hatte in der Kabine aber wohl die richtigen Worte gefunden. Die Gastgeber zogen nun das Spiel auf, das sie an die Tabellenspitze gebracht hat. Mit sicheren schnellen Kombinationen kamen sie immer wieder frei zum Abschluss. Keeper Niklas Bell, der Philipp Busjan im zweiten Abschnitt ablöste, hielt wichtige Bälle und leitete erfolgreiche Tempogegenstöße ein.
Nach 45 Minuten führte der SVS 21:16 und war dem Titel ein gehöriges Stück näher gekommen. Während Dinslaken wegen der mangelnden Wechselmöglichkeiten konditionell immer mehr abbaute, lief die Bell-Sieben zu Höchstform auf. In wahrlich meisterhafter Art und Weise bogen sie auf die Zielgerade in Richtung Verbandsliga ein. Spätestens nach Christopher Timmermanns Doppelschlag zum 28:21 (56.) war klar, dass es in Schermbeck ein ganz langer Abend werden würde.
SVS: Busjan, Niklas Bell, Christopher Seibel (1), Sebastian Seibel (3), Kuhn (2), Robert (6/2), Speckamp (2), Herden, Kreilkamp (4), Hinz (2), Vengels (1), Frederik Bell (4), Felisiak (1), Timmermann (3), Schwickrath, Mischel (3), Pilgrim. Dorstener Zeitung, 27.4.08
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