Der SV Schermbeck verliert gegen den TV Vorst mit 22:26 unglücklich. Trainer Burkhard Bell sieht den Grund für diese Niederlage in überhasteten Einzelaktionen und der Unerfahrenheit seiner jungen Spieler
Verbandsliga Herren
SV Schermbeck - TV Vorst 22:26 (12:12) Akrobatik im kleinen Tor: Niklas Bell zeigte einmal mehr sein Können, doch auch er konnte die Niederlage gegen den TV Vorst nicht abwehren. Foto: WAZ, Franz Meinert
Schermbeck. Ja, der SV Schermbeck wieder einmal verloren. Wieder einmal unglücklich. Wieder einmal mangels Erfahrung und wieder einmal, weil die Brechstange in einer entscheidenden Situation spielerische Kreativität ersetzen sollte. Also nichts Neues aus der Dreifachsporthalle, null Entwicklung und Abschreibungsbedarf in Sachen Verbandsliga? "Die Entwicklung einer solchen Mannschaft ist ein Prozess", stellt sich Trainer Burkhard Bell vor seine Jungs. Dieser Entwicklungsprozess ist vergleichbar ist so, als ob Herrchen mit seinem Hund ohne Leine zu seiner Lieblingskneipe wandert. Mal ist er vor einem dort, mal verschwindet er im Gebüsch und mal läuft er ganz brav und so, als ob er an der Leine wäre. Irgendwann sind Herr und Hund dort wo sie hin wollen. Auf das Schermbecker Hnadballspiel dürfte dieser Gleichschritt zwischen Trainer und Mannschaft nach Einschätzung von Burkhard Bell in der kommenden Saison erreicht sein. Ziel der Schermbecker ist es, diese Saison auch in der Verbandsliga zu spielen. Dieses Ziel ist kein unrealistisches Wunschdenken, sondern möglich und sehr wahrscheinlich. Bester Beweis sind die ersten 30 Minuten der Begegnung gegen Vorst: Die Schermbecker spielten schnellen Handball und machten der Gast-Defensive so richtig die Hölle heiß. Schermbeck dominierte den Gegner, in dessen Reihen viele Bekannte aus der Jugend aufliefen. Aber eben auch die erfahrenen alten Hasen, die in unzähligen Spielen gelernt haben, den genauen Paß zu stecken und die wissen, wann der Rückraum die Tore werfen kann und werfen muss. So ein Mann fehlt in der Schermbecker Mannschaft, ein Mann, der nicht den Kopf in den Sand steckt, sondern den entscheidenen Punkt holt. "Wir haben im Spiel gegen Vorst über weite Strecken gut gespielt und leider in entscheidenden Momenten Nerven gezeigt. Ich will die Klasse halten und die Entwicklung innerhalb des Vereins voran treiben. Mit Geld ließe sich sicher ein Spieler installieren, der den Leitwolf geben würde, aber wir sind Schermbeck und wir können warten", verrät Burkhard Bell seine Sicht der Dinge. Diese Wartezeit könnte der SV Schermbeck allerdings nutzen, sich des öfteren an die Worte des Trainers zu erinnern, und die Brechstange sollte auch in den Giftschrank wandern. Dann wirds etwas, mit dem Handball-Hoffenheim namens Schermbeck. Schermbeck: Busjan,
N. Bell; Robert (10/8), Seibel, Kuhlmann (1), F. Bell (2), von Berg
(1), Felisiak (1), Hinz (2), Kedzierski, Kreilkamp. WAZ Dorsten, 15.02.2009, Von Jo Gernoth Desaster für den SVS am Borkener Mergelsberg
Landesliga Damen TV Borken - SV Schermbeck 31:15
Borken. Es gibt Reisen, die stehen von vornherein unter keinem guten Stern. Der Ausflug der Schermbecker Handballerinnen in die elegante, neue Sporthalle am Mergelsberg war so eine Fahrt ins blaue Wunder. Die Gastgeberinnen vom TV Borken machten kurzen Prozess mit den Schermbeckerinnen und siegten auch in dieser Höhe verdient. "Wir hatten etwa 15 Minuten den Gegner auf Augenhöhe und konnten mit einem 5:7 bis zu diesem Zeitpunkt so etwas wie Schadensbegrenzung betreiben. Danach startete der Borkener Turbo und wir hatten nicht mehr den Hauch einer Chance", erklärte der Schermbecker Trainer Arno Bisdorf die Chronologie des Mergelsberg-Desasters. Die Schermbeckerinnen hatten unter der Woche einige Abwehrstrategien erprobt, die allerdings gegen eine wie entfesselt aufspielende Borkener Mannschaft nicht zum Zug kamen. Auch im Angriff agierten die Schermbeckerinnen viel zu harmlos und eröffneten so den Gastgeberinnen eine ganze Flut von Chancen zum Tempogegenstoß. Logisch, dass eine Mannschaft wie die des TV Borken solche Geschenke höchst dankbar annimmt. So stand es bereits zur Halbzeit 7:15 und die Schermbecker Hoffnung auf eine Wende, eine kleine Sensation war bereits zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Traum. In der zweiten Spielhälfte wurde diese Seifenblase endgültig zum Platzen gebracht und der SVS kassierte am Ende eine Niederlage, die hoffentlich bald verdaut ist. Schermbeck: Alfers, Heiermann; Felisiak, Franke (3), T. Heidermann (4), L. Heidermann (2), Heuwing (3), Groene (2), Spieker, Keller (1), M. Kock, S. Kock, Becker. WAZ Dorsten, 15.02.2009, JoG
Ergebnisse 14. / 15. Februar
Heimspiele Dreifachsporthalle Erler Str.
14.02.09 13:00
SV Schermbeck F1J
-
HC TV Rhede F1J
17:1
14.02.09 14:30
SV Schermbeck C1M
-
TV Korschenbroich C1M
25:29
14.02.09 16:00
SV Schermbeck B1M
-
VT Kempen B1M
16:20
14.02.09 18:00
SV Schermbeck 1M
-
TV Vorst 1M
22:26
14.02.09 20:00
SV Schermbeck 2M
-
TuS Lintfort 1M
23:37
15.02.09 11:30
SV Schermbeck 3M
-
SV Friedrichsfeld 2M
19:20
15.02.09 14:00
SV Schermbeck D1J
-
HC TV Rhede D1J
31:8
Auswärtsspiele:
14.02.09 13:00
HSG Wesel D2J
-
SV Schermbeck D2J
18:13
14.02.09 16:15
HSV Bocholt C2J
-
SV Schermbeck C1J
29:32
15.02.09 10:45
HSV Bocholt 3M
-
SV Schermbeck 4M
17:9
15.02.09 11:15
TV Borken 1F
-
SV Schermbeck 1F
31:15
15.02.09 12:45
HC TV Rhede E3J
-
SV Schermbeck E1J
11:14
15.02.09 16:00
SV BW Dingden D1M
-
SV Schermbeck D1M
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