Neues Spiel, altes Lied: Der SV Schermbeck krankt weiter an seiner
Offensivschwäche. Der Neuling hatte es gestern bei der 18:20
(8:10)-Heimniederlage gegen den TSV Kaldenkirchen selbst in der Hand,
seine Lage im Abstiegskampf mit einem überraschenden Sieg gegen ein
Team aus der oberen Tabellenhälfte nachhaltig zu verbessern. Doch das
Ziel wurde nicht erreicht, weil der SVS wieder einmal zu wenig aus den
Chancen machte, die er besaß. Trainer Burkhard Bell hatte auf der Bank
genau Buch führen lassen und konnte deshalb nach der Partie die Zahlen
präsentieren, die bewiesen, woran es haperte. "Wir haben dieses Spiel selbst verloren, weil wir Fehler gemacht haben,
die man sich in dieser Klasse nicht erlauben darf", sagte Bell, der mit
seinem Team weiter nur drei Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen
hat. Das fing schon in den ersten Minuten an, als der SVS unter anderem
zwei Strafwürfe nicht nutzte und deshalb mit 1:4 in Rückstand geriet.
Ein Bild sagt mehr als alle Worte. Burkhard Bell nach dem Spiel gegen Kaldenkirchen.
Foto: Dorstener Zeitung, Holger Steffe
Und das hörte in der entscheidenden Phase der Begegnung beim Stand von
16:16 (53.) auf, als sich der Gastgeber zwei unnötige Zeitstrafen
einhandelte. Der TSV Kaldenkirchen schlug eiskalt Kapital daraus und
verschaffte sich in Überzahl eine Zwei-Tore-Führung. Diesen Vorsprung
gab der Favorit nicht mehr ab. Der
SV Schermbeck kann als Mutmacher in die nun folgenden wichtigen
Begegnungen im Abstiegskampf aber eine Tatsache mitnehmen. Die Abwehr
stand hervorragend. "Nur 20 Gegentore gegen eine so starke Mannschaft
können sich sehen lassen", meinte Burkhard Bell. SV Schermbeck:
Busjan - C. Seibel (1), Robert (2), Speckamp (1), Kuhlmann (3),
Kreilkamp (1/1), Hinz, F. Bell (6/2), Felisiak (2), Timmermann (2), N.
Bell, Kemper. (Rheinische Post, 1.3.2009)