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Unsere Jungs reißen sich den Arsch für das Team auf |
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Coach Bell schwört auf Schermbecker Strukturen
Schermbeck. Der Tag danach. Der Atem geht wieder ruhiger, das Herz schlägt wieder langsamer, die Rückkehr ins normale Leben steht bevor. "Man sprich von fünf Uhr", umreißt Burkhard Bell, der Schermbecker Erfolgstrainer, das Zeitfenster der Feierlichkeiten. Und ist doch blutnüchtern, wenn es um die Zukunft des Handballs, seines Handballs in Schermbeck geht: "Es ist gut, dass wir mit Thomas Kaysers einen Mann gefunden haben, der in unser Konzept passt. Die zweite Mannschaft spielt jetzt da, wo wir vor zwei Jahren noch mit der ersten Mannschaft gespielt haben." Zwei Mannschaften auf hohem Niveau, die zusammenarbeiten sollen, die sich ergänzen sollen, die eine gemeinsame Zukunft haben werden. Da ist Bell sicher.
"Unsere Jungs reißen sich den Arsch für die Mannschaft auf", skizziert Bell den Charakter seiner Mannschaft. "Und da werden wir unseren Weg weitergehen. In der Vorbereitung bringt unser Triathlet Karsten Kleine-Bösing das Team im Wald auf Trab. Aber wir werden noch weitere Handball-untypische Wege beschreiten. Und eines der Geheimnisse heißt ,Kleingruppen-Training'. Wir werden immer wieder speziell die Kreisläufer, die Rückraumspieler, die Flügel in kleinen Gruppen herausgreifen, um Fehler zu minimieren."
Einen wesentlichen Unterschied zu vielen anderen Mannschaft sieht Bell bei seinem Team: "Wir haben keinen Spieler, der eine Begegnung allein entscheiden kann. Und den werden wir auch nicht holen. Einmal weil wir ihn nicht bezahlen können, viel wichtiger aber, weil er nicht in unser Konzept passt." Die Formel "Frische auf Dauer", sprich, Kondition, ist die eine Basis des SVS. Die andere ist der Team-Geist ("Wir wollen die Mannschaft zusammenhalten"). Und diese beiden Komponenten sollen auch greifen, wenn der SV Schermbeck zu zweiten Mal in seiner Vereins-Geschichte im Herbst in der Verbandsliga der Handballer angreifen wird.
Übrigens - Bell klingt ganz entspannt, siegessicher. WAZ, Dorsten, 27.4.08
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