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Der SV Schermbeck
unterliegt in seiner Verbandsligapremiere gegen den TV Schwafheim mit
20:27. Die Ursache für diese Niederlage war die hohe Fehlerquote beim
Torwurf des Bell-Teams. Der Trainer ist dennoch optimistisch
TV Schwafheim SV - Schermbeck 27:20
Der erste Auftritt in der Verbandsliga
ist für den SV Schermbeck Geschichte. Aus der Geschichte lernt man ja
bekanntlich für die Zukunft und das sollte der SV Schermbeck
schleunigst tun. Diese 20:27-Klatsche liest sich als nüchterne Zahl wie
ein Desaster, doch das Spiel der Schermbecker war alles andere als ein
solches.
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"Hört sich komisch an, aber mir ist jetzt
nicht mehr bange. Wir müssen unsere Torausbeute verbessern, aber der
Rest passt schon fast. Das stimmt mich optimistisch", freute sich zum
Erstaunen aller Beteiligten der Schermbecker Trainer. Er hat Recht mit
seiner Einschätzung, denn was seine Jungs den Schwafheimern
entgegensetzten, war erstklassiger Handball. Gegen eine Schwafheimer
Mannschaft, die mit ehemaligen Regionalliga-Spielern in den Reihen
antritt gingen die Bell-Buben ein hohes Tempo mit und unterstrichen
ihre stark verbesserte Kondition. Auch im Zweikampf ließen sie die
jungen Wilden aus Schermbeck nicht den Schneid abkaufen. Dennoch
deutete sich in der ersten Halbzeit bereits an, was den Schermbeckern
letztendlich den Sieg rauben würde: Die Nervosität. Immer wieder wurde
überhastet der Abschluss gesucht und leider nicht gefunden. Fünf mal
krachte der kleine Lederball in der ersten Spielhälfte an den Pfosten
oder die Latte. "Die Fahrkarten habe ich nicht gezählt. Wenn wir von
den Schüssen aufs Holz nur 50 Prozent in den Kasten transportiert
hätten, wäre Schwafheim bereits in der ersten Halbzeit besiegt
gewesen", ist sich Burkhard Bell sicher. Eine Einschätzung, die sein
Kollege Dieter Hünten vom TV Schwafheim unterschrieb.
Natürlich
war der Gegner gefährlich, aber Schermbeck war einfach beweglicher und
hatte mit Phillipp Busjahn im Tor einen optimalen Rückhalt. Schwafheim
war allerdings in der Verwertung der Torchancen eindeutig überlegen und
hatte so die Nase immer gleichauf oder sogar ein wenig vorne. Ein
Umstand, der die Schermbecker noch nervöser agieren ließ und in der
zweiten Halbzeit für zwölf Treffer auf das Holz sorgte. "Wir waren in
der zweiten Halbzeit die Materialprüfer vom Dienst", meinte Burkhard
Bell etwas ironisch und traf dabei den Kern der Sache: Auch
Handballspiele gewinnt man nur dann, wenn der Kopf frei ist. Die
Schwafenheimer reagierten richtig und spielten konsequent und abgebrüht
ihren Stiefel runter. Auch als zum Ende der Partie durch befremdliche
Entscheidungen der Schiedsrichter Hektik aufkam, blieb die Partie fair.
Alles in allem haben die Bell-Buben nicht versagt.
Schermbeck:
Busjan, N. Bell; Chr. Seibel (2), S. Seibel, Kuhn, Robert (3/2),
Speckamp (3), Kreilkamp (3/1), Hinz (1), Kuhlmann, F. Bell (3),
Felisiak, Timmermann (2), Mischell (3). WAZ Dorsten, 07.09.2008, Von Jo Gernoth
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