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Erster Erfolg kostet Nerven |
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Verbandsliga-Aufsteiger SV Schermbeck bezwingt zu Hause den VfL Rheinhausen mit 22:20 (12:7)
 Heiko
Kreilkamp (beim Wurf) war gegen Rheinhausen mit sechs Treffern einmal
mehr bester Schütze des SV Schermbeck. (Foto: Sascha Hahn)
Burkhard
Bell gönnte sich erst einmal eine Flasche Pils. "Die brauche ich jetzt
auch", schnaufte der Trainer des SV Schermbeck. Zum einen, um auf die
ersten zwei Punkte in der Handball-Verbandsliga anzustoßen. Doch auch,
um die Nerven zu beruhigen. Denn beim 22:20 (12:7) gegen den VfL
Rheinhausen machte es der Aufsteiger unnötig spannend.
Als die
Uhr in der Sporthalle an der Erler Straße die letzte Spielminute und
eine 21:19-Führung für die bereits in Unterzahl agierenden Hausherren
anzeigte, griff Frederik Bell einem Rheinhauser in den Wurfarm. Folge:
Siebenmeter und nur noch ein Zähler Unterschied, den vier rot-weiße
Feldspieler über die Runden bringen mussten. Zum Glück hatten die ja
noch Niklas Bell im Kasten stehen, der mit seiner achten Parade den
Ausgleich verhinderte, bevor der beste Torschütze Heiko Kreikamp mit
seinem sechsten Treffer die ersten Punkte besorgte.
16:8-Führung fast noch verspielt
Das
Schlimmste an der ganzen Spannung war jedoch, dass der SVS zu Beginn
der zweiten Halbzeit mit 16:8 geführt hatte, den VfL beim Stand von
18:11 aber binnen weniger Minuten durch zu leichte Gegentreffer bis auf
zwei Zähler hatte aufschließen lassen. "Jeder dachte, jetzt müsse er
auch noch treffen. So haben wir das Spiel leichtfertig aus der Hand
gegeben", muss das junge Team in Bells Augen in Sachen Abgeklärtheit
"noch dazu lernen."
Dennoch konnte der Coach mit dem
Verbandsliga-Einstand vor heimischem Publikum zufrieden sein. Immerhin
geriet sein Team zu keinem Zeitpunkt in Rückstand und spielte über
weite Strecken temporeichen Handball. Allein Niklas Bell legte nach der
Pause dreimal direkt für die Außen Christopher Timmermann und Noel Hinz
auf. Von der Zerrung war beim Keeper nichts zu spüren, wofür der Coach
dem Physiotherapeuten Martin Schulz seinen Dank aussprach. Doch dann
wurde das Spiel zu hektisch, die bis dahin starke Kreisverteidigung
löchrig: "Der Mittelmann war zu oft auf sich allein gestellt", fehlte
Bell die mannschaftliche Geschlossenheit. Nach einem Schluck Pils
lächelte er dann wieder: "Das Wichtigste sind die zwei Punkte."
Im nächsten Spiel warten beim Titelanwärter Königshof gut 500
Zuschauern auf den SVS. Umso enttäuschender war die heimische Kulisse
beim ersten Verbandsliga-Auftritt nach 23 Jahren vor heimischer
Kulisse. Rund 100 Besucher füllten die Halle nur zu einem Drittel.
SVS:
Niklas Bell, Busjan; Kreilkamp (6), Timmermann, Speckamp (je 3), Robert
(3/2), Hinz, Mischel (je 2), Christopher Seibel, Kuhlmann, Felisiak (je
1), Frederik Bell, Sebastian Seibel. NRZ Wesel, 14.09.2008, von SVEN KOWALSKI
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