Handball-Verbandsligist
schafft gegen den TV Walsum-Aldenrade nach einem 23:25-Rückstand 140
Sekunden vor dem Abpfiff noch einen 26:25 Erfolg. Trainer Burkhard
Bell: „Dieser Sieg gibt sehr viel Selbstvertrauen.“ Christopher Timmermann war gegen Walsum drei Mal für den SVS erfolgreich. Foto: Ralf Pieper
Der
SV Schermbeck riss am Samstagabend ein schon verloren geglaubtes Spiel
noch aus dem Feuer. Der Neuling verwandelte in der Heimpartie gegen den
TV Walsum-Aldenrade vor 150 begeisterten Zuschauern in der Halle an der
Erler Straße einen 23:25-Rückstand mit einer Energieleistung noch in
einen 26:25 (11:10)-Erfolg und sicherte sich zwei wichtige Punkte im
Rennen um den Klassenerhalt. „Die Mannschaft hat bravourös gekämpft“,
lobte Trainer Burkhard Bell. Er hatte die Begegnung bereits so gut wie
abgehakt, als der Gast 140 Sekunden vor dem Abpfiff seinen 25. Treffer
erzielte. „Da hatte ich mich eigentlich damit abgefunden, dass wir
wieder Lehrgeld zahlen müssen“, gab Bell zu. Doch er wurde von seinem
mit großer Leidenschaft spielenden Personal eines Besseren belehrt.
Siegtor 50 Sekunden vor Schluss
Niklas
Bell verkürzte nur 18 Sekunden nach dem 23:25. Tim Kemper, Leihgabe aus
der zweiten Mannschaft, erzielte 16 Sekunden später den Ausgleich.
Frederik Bell krönte die Schermbecker Aufholjagd 50 Sekunden vor dem
Abpfiff mit dem Treffer zum Sieg der Marke besonders wertvoll. „Dieser
Erfolg wird uns sehr viel Selbstvertrauen geben. Und er nimmt ein wenig
den Druck aus den nun folgenden Schlüsselspielen im Abstiegskampf beim
HC TV Rhede und gegen RW Oberhausen raus. Jetzt können wir auch damit
leben, wenn wir nur eine der beiden Begegnungen gewinnen“, sagte Bell,
dessen Team nun zwei Zähler Vorsprung vor den Abstiegsplätzen hat.
Der
Erfolg ist umso höher zu bewerten, weil der Gastgeber in Simon
Kuhlmann, Daniel Robert (beide verletzt) und Heiko Kreilkamp (beruflich
verhindert) drei Akteure ersetzen musste. Sebastian Seibel konnte wegen
einer Knieverletzung zudem nur sporadisch eingesetzt werden. Deshalb
halfen Harald Herden und Tim Kemper aus der zweiten Mannschaft aus. Der
SV Schermbeck machte aus der personellen Not erneut eine Tugend.
Torhüter Niklas Bell wurde wegen der Aufstellungssorgen wie schon
zuletzt beim 24:30 in Kaldenkirchen im Feld als Kreisläufer eingesetzt. Mit beachtlichem Erfolg: Bell, der diese Position in der Jugend gespielt hat, steuerte vier Treffer zum Erfolg bei. Der
SV Schermbeck zeigte gegen den favorisierten Gast von Beginn an eine
gute Leistung. Er lag bis zur 50 Minute fast ständig in Führung, ehe
die Gefahr drohte, dass die junge Mannschaft erneut Lehrgeld zahlen
muss. Doch sie überstand die kritische Phase mit Bravour und vermied
die vierte Niederlage in Folge, nachdem sie zuletzt drei Auswärtsspiele
zum Teil recht deutlich verloren hatte. „Diese Niederlagen haben
natürlich etwas an den Nerven gezerrt. Doch wir haben gegen
Walsum-Aldenrade gezeigt, dass wir in unserer Entwicklung wieder einen
Schritt nach vorne gemacht haben“, stellte Burkhard Bell zufrieden fest.
SV
Schermbeck: Busjan - C. Seibel (1), S. Seibel, Kuhn (1), Speckamp (1),
Herden, Hinz (2), F. Bell (3), Felisiak (4/2), Timmermann (3), Mischel
(5), N. Bell (4), Kemper (2). Rheinische Post, VON JOACHIM SCHWENK
TV Borken ist für SVS-Damen eine Nummer zu groß
Unter
der Rubrik "Erfahrung gesammelt" hakte Arno Bisdorf die Partie ab. In
eigener Halle hatten seine Landesliga-Handballerinnen des SV Schermbeck
Lehrgeld zahlen müssen. Der Aufsteiger unterlag dem TV Borken mit 16:22
(7:12). Dabei hatten die SVS-Damen gut in die Partie gefunden.
Gegen die offensive Deckung der Gäste, auf die der Coach seine
Handballerinnen extra eingestellt hatte, lief es recht ordentlich. Nach
zehn Minuten war beim Stand von 3:4 noch alles drin. Doch dann
erlaubten sich die Gastgeberinnen eine Schwächephase und Borken zog auf
10:4 davon (20.). Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am
Geschehen auf dem Feld. "Borken hat das Spiel kontrolliert", gestand
Trainer Arno Bisdorf. Maximal auf fünf Treffer kam seine Truppe an
diesem Abend noch heran.
SVS: Alfers, Heiermann; Groene (1),
Heuwing (1), T. Heidermann (1), Franke (3), Bisdorf, Kock (1),
Felisiak, Spieker, C. Heidermann (5/2), L. Heidermann (3), Schmidt (1).
(R.P. Wesel, 02.11.2008) Ergebnisse vom 1./2. November