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8. Spieltag - Motivationshilfe des Gegners Drucken E-Mail

Schermbeck bezwingt RW Oberhausen 26:20. Deren Vorsitzender hatte sich über SVS ausgelassen.

Frederik Bell und Christopher Seibel bekamen im Lauf des Spiels den Oberhausener Angriff immer besser in den Griff. Was noch durchkam, war oft eine sichere Beute von Schlussmann Niklas Bell. (Foto: Gerd Hermann)

Auf den Flipchart im Besprechungsraum der Handballer des SV Schermbeck hatte Trainer Burghard Bell eine "Motivationshilfe" geklebt. Die Kopie eines Zeitungsartikels, in dem sich der Vorsitzende des Gegners HC Rot-Weiß Oberhausen am gastgebenden Verbandsliga-Aufsteiger ausließ: "Der SVS ist nicht so stark wie unsere bisherigen Gegner. Eine solche Mannschaft müssen wir schnell hinter uns lassen." Seit Samstag haben die Oberhausener den SVS hinter sich - und wahrscheinlich wird der 26:20 (11:8)-Sieg der Schermbecker noch länger beim Gegner nachwirken.
Was die Gäste in ihren Überlegungen überhaupt nicht bedacht hatten war, dass der SVS zu Hause bislang ungeschlagen war. Mit strahlenden Gesichtern marschierten die Schermbecker in die Kabine, um bei einem "Hiphip hurra" auf den dritten Heimsieg in Folge anzustoßen. Auch Bell war selten so entspannt, denn seine Jungs hatten die Vorgaben gut umgesetzt: "Zumindest in der zweiten Halbzeit. Zu Beginn war es sehr verkrampft und wir haben es durch zu viele technische Fehler verpasst, uns schon vor der Pause abzusetzen."
Ständig ertönte in der Phase die Pfeife des Schiedsrichters. Schritt- und Dribbelfehler auf beiden Seiten, dazu ein körperbetontes Spiel mit einigen Fouls. Nach der ersten Auszeit beim Stand von 8:8 lief es plötzlich runder beim SVS. Mit Übersicht und Laufbereitschaft im Rückraum kam Schermbeck zur 11:8-Pausenführung.
In Hälfte zwei zeigte der Aufsteiger dann, "wozu wir auch in dieser Liga fähig sind", freute sich Bell, der nun ein Spiel "aus der sicheren Abwehr heraus mit viel Tempo nach vorn" sah. Dank der starken Leistung der zentralen Kreisspieler, angeführt von Christopher Seibel, ließ das Bell-Team zwischen dem 13:9 und dem 18:10 für knapp zehn Minuten kein Gegentor zu.
"Wir sind an unser Limit gegangen und teilweise auf zehn Tore davon gezogen", erklärte der SVS-Coach, der seinem Team dann auch "keinen Vorwurf" für die kleine Hängephase nach dem 21:11 machte. "Wir haben auf ein offensiveres 3-3 umgestellt, woran sich die Jungs noch gewöhnen müssen." Eng wurde es diesmal dennoch nicht mehr. Und so kann sich der SVS - während Oberhausen nicht aus dem Tabellenkeller heraus kommt - über ein ausgeglichenes Punktekonto von 8:8 freuen.
SVS: Niklas Bell; Timmermann (7), von Berg, Kuhn, Sebastian Seibel (je 3), Felisiak, Frederik Bell, Hinz, Speckamp, Kuhlmann (je 2), Christopher Seibel. (NRZ Wesel, 16.11.2008, SVEN KOWALSKI)


Bisdorf-Team zahlt erneut Lehrgeld
TuS Lintfort 2F - SV Schermbeck 1F 18:14
In der Landesliga musste der SV Schermbeck die erwartete Niederlage gegen den TuS Lintfort II akzeptieren. "Über weite Strecken der Begegnung haben wir mit Lintorf auf Augenhöhe gespielt, doch es waren etwa zehn Minuten, in denen die Gastgeberinnen unsere kurze Phase der Unbesonnheit ausgenutzt hat. Das macht derzeit den Unterschied der Mannschaften aus, da bezahlen wir unser Lehrgeld“, lautete die Analyse von Schermbecks Trainer Arno Bisdorf, der mit der Leistung seiner Mannschaft trotz der Niederlage durchaus zufrieden war. (WAZ, Jo Gernoth)

TV Kapellen 2M - SV Schermbeck 30:21
Spätestens jetzt beginnt der absolute Abstiegskampf für die Reserve. Nachdem die Männer um Thomas Keysers auch das zweite sogenannte 4-Punkte-Spiel nicht für sich entscheiden konnten und Xanten der HSG einen Punkt abstrotzte, sieht es nun nicht sehr rosig für die Zweite im Kampf gegen den Abstieg aus. Wie schon gegen Xanten zeigten die Spieler auch in diesem Spiel eine katastrophale Leistung in der Abwehr und eine nicht bessere im Angriff. (Bericht: Dieter Rietz)

HC TV Rhede 4M - SV Schermbeck 3M 24:27
Großer Jubel bei der Schermbecker Drittvertretung: Nach einer fast schon endlos erscheinenden Durststrecke schafften die Jungs von Betreuer Dieter Böwing ihren ersten Saisonerfolg. "Heute hat mal alles so geklappt, obgleich wir wieder einmal unser Personalproblem pflegen mussten", freute sich dann auch Dieter Böwing, der sich Spieler aus der vierten Mannschaft des SV Schermbeck leihen musste. Mit Erfolg, denn seine Mannschaft spielte endlich einmal richtig guten Handball gegen eine starke Mannschaft aus Rhede. (WAZ, Jo Gernoth)
 
 

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