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Die Perspektive ist stimmig |
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WAZ Dorsten, 16.12.2008, von Jo Gernoth
Die Handball-Abteilung des SV Schermbeck ist gut aufgestellt. 2009 soll wieder ein gutes Jahr werden. Interview mit dem Geschäftsführer der Abteilung Rainer Schmidt
Über kleine Tore, defekte Hallenböden und große Ziele sprach mit dem Geschäftsführer der Schermbecker Handballer, Rainer Schmidt, WAZ-Mitarbeiter Jo Gernoth.
Herr Schmidt, aktuellbewegt sich der SVS im wahrsten Sinne des Wortes auf einem dünnen Parkett. Wie ist der Stand der Dinge in Sachen Hallenreparatur?
Schmidt: Wir haben einen denkbar guten Draht zu der Verwaltung und von dort hat man uns signalisiert, dass spätestens nach Weihnachten wieder alles in bester Ordnung ist.
Das heißt also, dass dem Pokalknaller am 3. Februar und dem Volksbank-Cup der Frauen nichts im Wege steht?
Schmidt: Genau. Wir werden in unserer geliebten Halle an der Erler Straße antreten. Diese Halle ist so etwas wie unser Wohnzimmer. Das merkt man dann, wenn man sie nicht nutzen kann. Wir können froh sein, dass wir darüber hinaus mit Nappenfeld ein echtes Vereinslokal haben, wo man immer jemanden trifft, mit dem man über Handball reden kann. Das ist für den Verein so wichtig.
Wie sehen Sie den Verein aufgestellt?
Schmidt: Jeder Kutscher lobt sein Pferd, doch ich kann es mit bestem Gewissen sagen: Der Verein steht richtig gut da. Der wohl wichtigste Bereich eines Vereins ist die Jugendarbeit und die ist einfach Spitze. Wir haben mit Yvonne Labendz und den vielen Trainern eine sagenhaft gute Mannschaft am Start. Das Jugendcamp im Herbst ist immer ein voller Erfolg und unsere Ergebnisse können sich sehen lassen. Im Seniorenbereich läuft alles so, wie wir es uns vorgenommen haben.
Machen Sie sich denn keine Sorgen um die Klassenerhalte bei den Männern und der Frauenmannschaft?
Schmidt: Nein, da habe ich keine Angst, dass da etwas anbrennt. Wir hoffen natürlich, dass nicht noch mehr Verletzungspech auf uns zukommt. Mit der normalen Stärke werden wir die Klassen halten. Burkhard Bell, Arno Bisdorf und Thomas Keysers sind Trainer, die das absolute Vertrauen des Vorstandes genießen. Burkhard Bell und Arno Bisdorf haben das erste Jahr in der Verbandsliga bzw. Landesliga exakt so skizziert, wie sich die jetzige Situation darstellt. Burkhard Bell hat klare Perspektiven: In zwei Jahren wollen wir auf einem Niveau wie Lobberich, unser Gegner vom letzten Sonntag, spielen. Die Mannschaft hat das Zeug dazu. Das ist auch meine Überzeugung.
Also Hoffenheim mit kleinen Toren?
Schmidt: Das ganz bestimmt nicht. Aber es gibt eine Oberliga und eine Regionalliga.
Interessant. Wird es beim SVS auf Sicht einen Leitwolf geben, der aus einer hohen Spielklasse kommend im Herbst der Karriere beim SVS für Aufschwung sorgt?
Schmidt: Tja, das wäre toll, wenn ein echter Crack käme und Input geben würde. Wer weiß, vielleicht passiert ja etwas. Der Vorstand des SV Schermbeck schläft nicht und wenn unsere Fans uns die Treue halten, dann geht in Schermbeck eine Menge.
Zum Schluss noch eine Frage zu den Fans. Es waren doch schon einmal mehr, oder?
Schmidt: Auch da muss man auf den Faktor Zeit setzen. Die Volksbank sponsort wieder einmal unsere Publikumstombola und auch in Sachen Fans braucht es Zeit. Wir haben immer gewonnen und jetzt verlieren wir auch mal. Das ist ein Prozess und dann ist die Hütte wieder voll.
WAZ Dorsten, 16.12.2008, Jo Gernoth
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