Der SV Schermbeck setzt sich in der ersten Runde des
WHV-Wettbewerbes mit 23:21 gegen den ASV SR Aachen durch. Der Sieg war
während der gesamten Spielzeit nicht ernsthaft in Gefahr.
HANDBALL WESTDEUTSCHER POKAL ASV SR Aachen - SV Schermbeck 21:23 (11:7) Der Magier: Philipp Busjan lieferte eine Top-Leistung ab. Foto: Christoph Joemann, bbv (WAZ)
Kleine Tore, große Taten: Die Handballer des SV Schermbeck haben ein
neues Erfolgskapitel in ihre Vereinschronik geschrieben. Mit einer sehr
kompakten Leistung überstanden die Jungs um Trainer Burkhard Bell die
erste Runde des WHV-Pokals und glänzten durch einen Sieg in Aachen.
Allerdings
war es der Mannschaft schon anzumerken, dass die alte Volksweisheit von
dem, der rostet wenn er denn rastet, der Wahrheit entspricht. Nach acht
Minuten Spielzeit stand es 2:2. Doch schon in dieser Phase des Spiels
war zu erkennen, dass die Mannschaft von Burkhard Bell am Ende die Nase
vorn haben könnte. Bis denn alle auf Hochtouren liefen, sorgte Philipp
Busjan dafür, dass nichts anbrennen konnte. Der Torwart mit
Bundesliga-Erfahrung hatte einen ganz großen Tag erwischt und zeigte
sein ganzes Können. "Ich benutze selten Superlative, aber das Spiel von
Philipp war heute wirklich grandios", meinte denn auch Trainer Bell
nach dem Schlusspfiff. Was der Torhüter konnte, wollten die restlichen
Spieler der Mannschaft dann auch: den Sieg. Und so setzte sich der
Schermbecker Express in Gang. Mark Kedzierski stellte unter Beweis,
dass sein eher zufällig zu Stande gekommenes Engagement in Schermbeck
ein echter Glücksfall ist. Mit seinen drei Treffern bewies Kedzierski,
dass er auch Tore werfen kann und seine Arbeit im Spielaufbau und in
der Defensive konnte sich ebenfalls sehen lassen. Überhaupt scheint in
der Winterpause einiges an Energie getankt worden zu sein, denn auch
Frederik Bell glänzte durch ein starkes Spiel. Und was tat der Gegner
Aachen? Der war eigentlich zu keinem Zeitpunkt in der Lage, den SV
Schermbeck zu gefährden. "Ich habe in der Schlussphase des Spiels allen
im Kader Einsatzzeit gegeben. Das muss auch mal sein. Das ist zwar
nicht immer gut für die kosmetische Wirkung eines Sieges, aber
letztendlich muss auch der Reserveanzug passen. Wie wichtig das sein
kann, hat unsere jüngste Vergangenheit gezeigt, als unsere
Verletztenliste mal richtig lang wahr", erklärt Burkhard Bell das
letztendlich knapp wirkende Ergebnis. "Die Aachener haben in der
Schlussphase mit einer offenen Deckung quasi Mann gegen Mann gespielt.
Das hat einige unserer Spieler richtig nervös gemacht. Deshalb ist
unser Vorsprung von fünf Toren dann etwas geschmolzen. Was zählt, ist
letztendlich der Erfolg. So ein Sieg ist immer ein guter Einstieg in
ein neues Jahr und wir werden in der Liga noch manch harte Nuss zu
knacken haben", meinte Burkhard Bell, der sich natürlich über diesen
Sieg freuen kann. So weit wie seine Mannschaft hat es in der langen und
durchaus ruhmreichen Geschichte des Schermbecker Handballs noch keine
Mannschaft geschafft. "Die Pokalerfolge sind eine tolle Sache und
fördern das Image unseres Vereins. Wir hatten immer einen guten Namen
und wir sind eine Nummer in unseren Handballregionen", unterstreicht
Bell die Leistung seiner starken Jungs in Aachen. Schermbeck: N.
Bell, Busjan; Ch. Seibel (2), Robert (3/2), Hinz (2), Kedzierski (3),
F. Bell (3), Kuhlmann (1), Timmermann (3), von Berg (4), Felisiak (2),
Kuhn, Speckamp. Dorsten, 04.01.2009, von Jo Gernoth
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